Beim Wiederaufbau nach dem 2. Weltkrieg entstand eine komplett andere Straßenführung; sie ist zur Orientierung mit grauen Streifen markiert. Die geplanten Karrees der "Neuen Johannisvorstadt" sind in Hellgrau angedeutet. Das Johanniskarree ganz rechts ist bereits im Bau, die anderen sind noch in Planung.
Als Kartengrundlage dient
eine Rekonstruktion von Horst Richter; sie zeigt Chemnitz
zwischen 1470 und 1630.
© Stadtarchiv Chemnitz:
P 01 Planarchiv Altbestand, Sign. 1_0184
Wo bis vor kurzem große Parkflächen waren, entsteht nun auf sechs Baufeldern ein ehrgeiziges Projekt für Handel und Gewerbe, Hotel, medizinische Versorgung, Seniorenresidenz und Wohnen. Die Binnengliederung folgt den alten Strukturen: Der Verlauf des Gablenzbachs mit der alten Augustusburger Straße wird ebenso wieder sichtbar wie der frühere Anfang der Dresdner Straße.
Die Mikwe wurde erst nach Abschluss der Baugenehmigung entdeckt, und es ist unklar, ob sie sicher und dauerhaft gezeigt werden kann. Daher wurden die Pläne nicht geändert, sondern die historische Substanz in einer Betonkapsel ("Kokon") konserviert.
Die Mikwe befindet sich auf dem Grundstück, auf dem die Fa. Simmel das "Johanniskarree" errichtet. Dieses besteht aus zwei mit einer Passage verbundenen Gebäuden, in denen ein Lebensmittelmarkt und andere Geschäfte zu finden sein werden, aber auch Wohnungen und ein Parkhaus. Sie sind derzeit im Bau und sollen 2025 fertiggestellt sein.
Links ist die Johanniskirche zu sehen, rechts der Stefan-Heym-Platz und die Augustusburger Straße. Dort wird derzeit das "Johanniskarree" errichtet, die weiteren Baufelder (weiß) sollen später folgen.
Johanniskarree
Entwurf: bhss Architekten GmbH; Abdruck mit freundlicher Genehmigung der SIMMEL GmbH & Co. KG Chemnitz